Mitarbeiterparkplatz, Parkgebühren, Stellplätze und die Lohnsteuer

Mitarbeiterparkplatz, Parkgebühren und Stellplätze sind nicht nur für Autofahrer interessant, sondern auch für das Finanzamt mit Sicht auf die Gehaltsabrechnung und im Zusammenhang mit der Lohnsteuer.

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Als Spezialisten für HR-Controlling und Reisekostenabrechnung stellen wir nochmals die wichtigsten Lohnsteuer-Relevanten Vorfälle zusammen, wenn der Arbeitgeber dem Mitarbeiter Stellplätze zur Verfügung stellen, oder die Parkgebühren übernimmt.

 

Unentgeltliche Überlassung von Mitarbeiterparkplatz

Die kostenlose oder die unentgeltliche Überlassung von Stellplätzen hat keine steuerlichen Auswirkungen auf den Arbeitslohn und damit auf die Steuer.

Anders sieht die Situation aus, wenn der Arbeitgeber die anfallenden Parkgebühren bezahlt. In diesem Fall muss unterschieden werden, ob es eine Dienstreise war oder nicht – oder ob es sich um eine private Fahrt gehandelt hat.

 

Parkgebühren bei Firmenfahrzeugen

Stellt der Arbeitgeber seinem Mitarbeiter einen Dienstwagen zur Verfügung und ist gleichzeitig einen Stellplatz, dann ist dies kein Arbeitslohn und daher nicht lohnsteuerlich relevant. Ebenso, wenn das Unternehmen seinem Mitarbeiter die Miete erstattet, weil der Arbeitnehmer bei einer dritten Person einen Parkplatz anmietet, um den Firmenwagen dort zu parken.

 

Für die Lohnsteuer ist der Fall interessant, wenn das Unternehmen die Parkgebühren für Privatfahrten bezahlt. Der Betrag wird als Arbeitslohn verrechnet und nicht durch den geldwerten Vorteil. Es ist so zu behandelt, als ob eine Sonderzahlung oder eine Gehaltserhöhung stattgefunden hätte.

 

Erstattung von Parkgebühren, Entfernungspauschale

Die Parkgebühren können von öffentlichen Parkplätzen, Parkhäusern, Tiefgaragenplätzen herkommen. Zahlt die Firma dem Angestellten die Parkgebühren in der Nähe der ersten Tätigkeitsstätte, liegt ein steuer- und sozialversicherungspflichtiger Arbeitslohn vor.

Bezahlt der Mitarbeiter für das Abstellen des Fahrzeuges während der Arbeitszeit selbst, sind hier die Kosten durch die Entfernungspauschale erstattet.

Erstattet der Arbeitgeber den Stellplatz bzw. die Parkgebühren bei beruflichen Auswärtstätigkeiten, sind diese steuerfrei (§ 3 Nr. 16 EStG). Die Einzelnachweise und Belege müssen bei der Buchhaltung eingereicht werden.

Tipp: Im Portal Dienstreise-Online können Sie direkt die Parkquittungen für die entstandene Dienstreise hochladen und archivieren - auch per Smartphone (Handy). Wenn Ihre Quittung in Fremdwährung ist, können Sie diese bequem mit unserem integrierten Währungsrechner - Online oder in unserem Dienstreise-Online Portal

Excel-Reisekosten-Tool direkt einstellen.  Ihr Budgetverantwortlicher oder die Buchhaltung kann dann direkt den Beleg zu der Geschäftsreise ausweisen und Sie bekommen den Betrag um ein vielfaches schneller zurück. 

Zahlt das Unternehmen ebenfalls Garagengeld für das Privatfahrzeug des Mitarbeiters, so ist dies ebenfalls als Arbeitslohn zu bewerten.

 

Tiefgaragenplätzen für Mitarbeiter - geldwerter Vorteil

Ein kostenloser Tiefgaragenstellplatz für Mitarbeiter ist als geldwerter Vorteil zu bewerten. Der Mitarbeiter würde ansonsten für diesen Stellplatz etwas zahlen müssen. Bei einer Parkgebühr von, sagen wir 50,- EUR im Monat oder 600,- EUR auf Jahresbasis, ist dies ein nicht unerheblicher Vorteil gegenüber anderen Arbeitnehmern, die z.B. keinen Stellplatz haben oder mit dem Auto anreisen.

 

Weitere Fragen für die Personalkostenplanung, Compensation & Benefits oder zum Thema Reisekostenabrechnung, nutzen Sie einfach unser Kontaktformular.

Quelle: stallwanger IT.dev - Personal-Controlling, Compensation & Benefits

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